Haustiere bedeuten eine große Verantwortung, bringen Arbeit, finanziellen Aufwand und manchmal auch Sorgen mit sich. Dies alles lässt sich nicht so einfach auf die Kinder übertragen, denen sie geschenkt werden. Ob ein kleiner Hund, eine Mini Mieze oder ein Vogel, sämtliche Nager oder anderen Tiere, die als Haustier gehalten werden können: Man muss immer etwas unterstützen, die Kinder etwas anleiten und im Hintergrund aufpassen, dass nichts schief geht.
Die Pflege des neuen Familienmitgliedes an das Kind weiter zu geben, ist keine schlechte Idee. Die Kinder lernen es, Verantwortung zu übernehmen, sich zu kümmern, Pflichten im Leben zu akzeptieren. Allerdings sollte man nicht blind vertrauen und davon ausgehen, dass dies auch an jedem Tag so sein wird, wie es im Idealfall aussehen könnte. Auch, wenn die Freude über das Tier unbändig ist, so wird mancher Tag dabei sein, an dem die Spielekonsole, die Sendungen im Fernsehen oder der Nachmittag mit den Freunden viel interessanter ist, als die Sorge um den neuen Freund mit vier Pfoten.
Eine Katze ist hier bedeutend sparsamer, was den Aufwand an Sich-Kümmern betrifft. Hier muss das Katzenklo gesäubert werden, und natürlich regelmäßig etwas zu Essen in die Schüssel. Bei einem Hund als Haustier muss keine Toilette sauber gemacht werden, dafür muss er mehrere Mal am Tag nach draußen, um sein Geschäft zu verrichten. Auch mindestens ein längerer Spaziergang steht auf dem Programm. Das Spielen ist mindestens genau so wichtig, wie die Kuschelstunden.
Die Eltern, die die Entscheidung treffen, für die Kinder ein Haustier anzuschaffen, müssen dies gründlich überlegen. Sie sollten abwägen, ob sie es den Kindern zutrauen, sich in der Hauptsache um das Fressen und Gassi-Gehen zu kümmern. Dass man ab und an in die Bresche springen muss, muss auch den vertrauensseligsten Eltern klar sein, denn ein Kind ist ein Kind und sollte dies auch bleiben dürfen. Nur eben mit einer Aufgabe, dafür aber auch mit einem Freund, bei dem man sich ausweinen kann, mit dem man wunderbar spielen und schmusen kann. Wenn man es richtig macht, wird das Kind die Begeisterung für das neue Haustier nicht nach einigen Wochen verlieren. Dazu gehört es aber, so viel Vertrauen in das Kind zu haben, dass man nicht alles an sich nimmt, sondern die Verantwortung zumindest einstweilen an das Kind, das das Tier geschenkt bekommen hat, zu übertragen.
