Schon wieder wurde ein Mann in der Münchner S-Bahn von Jugendlichen attackiert. Noch sind die beiden Täter nicht verurteilt, die den Manager Dominik Brunner zu Tode geprügelt haben, da macht ein neuer Fall Schlagzeilen. Diesmal erwischte es einen Berliner im Alter von 58 Jahren. Schon vor einer Woche ereignete sich der Fall. Dass nach den etwa 18 Jahre alten Tätern gefahndet wird, gab die Münchner Bundespolizei aber erst am Donnerstag bekannt. Das Opfer lebt, befindet sich seit dem Angriff aber mit etlichen schweren Verletzungen im Krankenhaus.
Die Bilder der Überwachungskamera, die die tödlich endende Auseinandersetzung zwischen Dominik Brunner und seinen Mördern zeigte, haben alle noch im Kopf. Das Ausmaß der Gewalt erschreckte viele. Dennoch lassen sich immer wieder gerade Jugendliche zu roher Gewalt hinreißen. Worin liegt die Ursache dafür? Ein solches Handeln, das Verherrlichen von Schlägen und Aggression, kann nicht einfach so passieren. Das muss eine Ursache haben. Sind es die fehlenden Perspektiven der jungen Menschen? Oder liegt es am berühmten schlechten Elternhaus? Eine verpatzte Kindheit kann durchaus Auslöser dafür sein, wenn Jugendliche derart vom normalen Weg abweichen.
Egal, ob nach der Mordanklage für die S-Bahn Schläger im Fall Dominik Brunner, oder jetzt in diesem Fall: Sollen die Täter hart bestraft werden? Oder reicht es, sie zu therapieren, damit sie nicht wirklich auch den letzten Funken einer Chance im Leben durch eine lange Haftzeit verlieren? Bisher sind die Täter im neuen Fall nicht gefasst, die beiden inhaftierten S-Bahn Schläger warten auf ihren Prozess im April. Es wird sich zeigen, wie die Richter entscheiden.
