Gerade werde ich darauf aufmerksam gemacht, dass wir Deutschen das Wort Quarzuhr falsch schreiben, denn Quarz kommt aus dem Englischen und wird dort ‘Quartz’ geschrieben. Das ändert aber nichts daran, dass die Quarzuhr 1969 erstmals in Japan für den Massenmarkt produziert wurde und kurze Zeit später nach Deutschland kam. Ein wenig anders sieht es heutzutage mit den Uhren aus.
Erinnern Sie sich, was die Quarzuhr anfangs für ein Statussymbol war, wie später das Handy, denn alle wollten sie haben und manchmal war sie ausverkauft? Später dann mutierte sie zum Massenprodukt wie später das Handy auch. Als die Quarzuhr aus Japan nach Deutschland kam, hatten die Japaner damit den Grundstein gelegt für eine weltweite japanische Marktdominanz. Die Japaner fingen an, das Image vom ‘nur Nachahmer’ abzulegen.
Der Quarz war schon lange als zweithäufigstes Mineral der Erdkruste mit seinen guten Eigenschaften bekannt. Besonders der Schwingquarz als Taktgeber für hochpräzise Uhren hatte es den Erfindern angetan. Bereits 1929 baute der Kanadier Warren Alvin Marrison (1896-1980) die erste Quarzuhr und gilt als deren Erfinder. Sie reagierte jedoch sehr auf Temperaturschwankungen, was ihren Durchbruch noch verhinderte. Als die deutschen Physiker Adolf Scheibe und Udo Adelsberger in Berlin 1932 die erste Quarzuhr bauen, finden sie mit ihrer Hilfe heraus, dass sich die Erde ungleichmäßig dreht. 1938 stellt die Firma Rhode & Schwarz die erste tragbare Quarzuhr her. Aber noch immer keine, die man am Arm tragen kann. 1962 dann kommt die erste Quarzarmbanduhr von der Firma ETA aus der Schweiz ohne den Durchbruch zum Massenprodukt zu schaffen. Das schaffte dann 1969 die Firma SEIKO in Japan.
